Aktuelles

Januar 2012

Basis:

Ab dem 01.01.2012 ändert sich der Rechnungszins. Ab diesem Datum sinkt der garantierte Zinssatz auf Kapitallebensversicherungen von derzeit 2,25% auf dann nur noch 1,75%. Das bedeutet für jeden Kunden, der nach diesem Datum eine Versicherung zur Altersvorsorge abschließt, das der garantierte Verzinsungsanteil sinkt. Trotzdem sollte dies nicht dazu führen, dass nun „blind“ neue Versicherungen im alten Jahr abgeschlossen werden. Wie immer empfehlen wir ein umfassendes Beratungsgespräch.

Kapital / Vermögen:

Mehr Chance als Risiko für 2012
In 2012 lohnt sich ein Aktieninvestment besonders


Für Aktieninvestoren war 2011 ein von Angst geprägtes Jahr mit extrem volatilen Kursbewegungen. Die Märkte wurden von einer ganzen Reihe von Schocks erschüttert. Angefangen beim Tsunami in Japan über die Sorgen bezüglich der Schuldenobergrenze für die USA und der Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit bis zu den wachsenden Befürchtungen, dass es zu einer Rezession in mehreren Stufen (Double-Dip) kommen würde. Erstaunlicherweise war 2011 ein Jahr der Angst bezüglich der Finanzkraft Europas. Die Sorge wegen eines möglichen ungeordneten Zusammenbruchs des Euros hat das Vertrauen erschüttert und die Prämie, die Investoren für die Übernahme von Risiko verlangen, in die Höhe getrieben. Erstaunlich bleibt dies vor dem Hintergrund der deutlich schwächeren Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika. Verständlich kann es nur werden, sofern man dem Bevölkerungswachstum dort eine entsprechend starke Marktmacht zubilligt, wofür sich jedoch zuerst die Wohlstandsschere wieder etwas schließen müsste.
Aus der derzeitigen Verzweiflung kann aber schließlich doch noch Hoffnung erwachsen.
Das Bewertungsniveau an vielen Aktienmärkten ist extrem gefallen. Die Dividendenrendite, also der auf Aktien gezahlte Ertrag, hat sich drastisch erhöht. Die Bilanzen im Unternehmenssektor sind dabei insgesamt betrachtet so solide sind wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Andererseits sind die Renditen auf liquide Anlagen gefallen. Bei Staatsanleihen ist der Anstieg der Renditen bis auf die Anleihen Deutschlands, deren Verfall Ende 2011 seinen Tiefpunkt erlebt haben dürfte, inzwischen zumindest erkennbar. Allerdings bezeichnen viele Investoren die hohe Staatsverschuldung als eine ihrer größten Sorgen. Ungeachtet dieser Unterschiede sind die Investoren aber immer noch bereit, vielen Regierungen Geld durch Kauf von Staatsanleihen Geld zu leihen, während sie um Aktien trotz ihrer attraktiveren Renditen einen Bogen machen.
Kurzfristig betrachtet sind die Konjunkturaussichten zwar nicht gerade vielversprechend. Die Euro-Zone befindet sich anscheinend bereits in einer Rezession. Für 2012 erwarten wir eine moderate BIP-Erholung von zwischen 1,3 % für Europa, 1,8 % für die USA, ca 4,1 % für Russland und immerhin noch 9 % für China. Großbritannien sehen im laufenden Quartal in eine Rezession zurückfallen. Die Kombination aus staatlichen Sparmaßnahmen und einem erheblichen Schuldenabbau durch die Banken dürfte die Konjunktur für einige Zeit dämpfen, wobei diese Prognose auf der Annahme basiert, dass der Euro überlebt und sich die Rahmenbedingungen stabilisieren.
Was die Politik angeht, so scheinen die Regierungen der Euro-Zone inzwischen den Enrst der Lage erkannt zu haben. Eine übergreifende Lösung für die Problematik der Staatsverschuldung ist jedoch noch nicht entschieden. Es kann nur alle Hoffnung darauf liegen, dass der deutsche Finanzminister Recht behält mit seiner Prognose, dass im ersten Quartal der Knoten durchschlagen wird. Es gibt immerhin klar erkennbare Fortschritte beim Aufbau diverser „Sicherungsmechanismen“, um so die Märkte zu stabilisieren und Raum für die notwendigen, grundlegenderen Reformen zu schaffen. Dabei stehen der EZB wirksame Instrumente zur Verfügung, um das System zu erhalten. Das Risiko eines Auseinanderbrechens der Euro-Zone dürfte daher im Lauf der Zeit abnehmen, weil bei den Investoren die Überzeugung wächst, dass ein ausreichender Wille und genügend Schlagkraft vorhanden sind, um die Währungsunion zusammenzuhalten. Wenn man bedenkt, wie viel Risiko die Märkte eingepreist haben (dies spiegelt sich an dem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis vieler Aktien wider), würde dies wahrscheinlich eine kräftige Erholung der Aktienkurse auslösen. Insgesamt gehen wir für das erste Halbjahr in Europa mit einem Rückgang der Unternehmensgewinne von zehn Prozent aus bevor es dann 2013 wieder aufwärtsgeht.
Das Risiko besteht also darin, dass eine Erholung der Aktienmärkte von einem nochmals niedrigeren Niveau aus erfolgen wird, als wir es heute haben. Die Möglichkeit einer Rezession und schrumpfender Unternehmensgewinne könnte die Aktienkurse kurzfristig drücken. Die Chance besteht in der Tatsache, dass eine Erholung an den Aktienmärkten in der Regel bereits einsetzt, während die Unternehmensgewinne zurückgehen und sich die Wirtschaft noch in einer Rezession befindet. Sollte dies gegen Ende des ersten Halbjahres 2012 geschehen und mit überzeugenden Fortschritten in Richtung Fiskalunion in der Euro-Zone zusammenfallen, ist eine kraftvolle Erholung der Aktienkurse sehr wahrscheinlich. Wer die Dinge mittelfristig betrachten kann, dem wird für das Eingehen von Risiken derzeit eine Belohnung geboten, die vermutlich so hoch ist wie seit Anfang der 1980er-Jahre nicht mehr.

Stefan Palloks – Inhaber FVSP

Baufinanzierung:

Seit November 2011 ist auch in NRW die Grunderwerbsteuer erhöht worden.
Die bisherige Steuerlast von 3,5 % wurde erhöht auf 5,0 %.
Dieses, in Verbindung mit der anhaltenden Angst vor einem €uro-Crash, war insbesondere vor dem Hintergrund der derzeitig niedrigen Zinssätze sicher für viele Kaufinteressenten der letzte „Kick“, um einen Immobilienerwerb nun endgültig durchzuführen. Sofern das Szenario zum Ende des Euros nicht in Erfüllung geht, wird das ab ca. dem zweiten Halbjahr 2012 steigende Zinssätze erzeugen.
Wenn Sie sich also mit dem Wunsch zum Erwerb einer Immobilie beschäftigen, sollten wir Ihre Pläne idealerweise noch im ersten Halbjahr 2012 besprechen.


Stefan Palloks - Finanzmakler - Rebhuhnstraße 10 - 52538 Gangelt-Birgden - Tel.: 02454-937174 - Fax: 02454-937175 - Mail: info@fvsp.de